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Lio 9

Wenn ein Leben zu früh von uns geht, ein Lebenslicht zu früh erlischt, dann kommt unsere Welt kurz ins Stocken. Ein Gefühl von Hilflosigkeit und Leere macht sich breit. 

Der kleine Lio kam mit seiner Schwester Lora als ganz kleine Kitten ins Tierheim und sie wurden so liebevoll großgezogen von einer fremden Katzenmama die sich ihrer annahm. So schüchtern waren sie, aber es wurde immer besser. Im Freilaufzimmer fand Lio später ganz tolle Freunde und genoss die Herbstsonne im Außenbereich. Er jagde Blättern hinterher, kabbelte sich mit seinen Freunden, kuschelte mit ihnen und schnupperte die kühle, feuchte Herbstluft. 

Er wurde leider krank, war in Behandlung und wir waren voller Hoffnung. Ihm ging es gut und wir drückten innerlich die Daumen, dass es so blieb, aber es kam unerbitterlich zurück. Am Tag zuvor war er noch fit, flitzte im Freilauf rum und lag bei seiner Schwester. Dann fand Kim ihn leicht schwankend vor, wusste sofort, dass irgendwas nicht stimmte. 

Corinna war in seinen letzten Minuten bei ihm und hielt ihn im Arm. Er war nicht alleine, wurde mit viel Liebe auf die Reise zur Regenbogenbrücke begleitet.

Es schmerzt bei jedem Tier, das bei uns im Tierheim stirbt. Noch mehr schmerzt es aber, wenn es die ganz jungen Tiere sind, die noch nicht mal richtig leben durften! 

Kleiner Lio - da wo du jetzt bist gibt es keine Krankheiten, keinen Schmerz.

Gute Reise kleiner Mann. Flieg zu den Engeln wo deine zarte Seele nun hin gehört. <3 Wir passen auf Lora auf so gut wir es können!

Lio und Lora 1