Drucken

stubs 1

Danke für jede gemeinsame Minute mit Dir.
Für das Leben, das wir miteinander teilen durften.

Wenn wir an Dich denken, sehen wir nicht nur unseren Hund. Wir sehen unseren Freund – unseren haarigen Begleiter, der scheinbar immer gelächelt hat und mit seiner ruhigen Art so viel Freude in unser Leben gebracht hat.

Jedes Mal, wenn jemand fragte: „Fährt Stubs mit?“, warst Du sofort da. Zielstrebig hast Du Dich auf den Weg zum Auto gemacht und wie selbstverständlich die Tür zur Rückbank gefunden – ganz ohne Augen, aber mit absolutem Vertrauen.

Man sagt, ein blinder Hund müsse sich besonders gut orientieren können. Bei Dir war alles anders. Für Dich zählte nicht das Sehen, sondern das Dabeisein. Hauptsache bei uns. Hauptsache mittendrin.

Die Welt war Dein Zuhause. Polen, Norwegen, Italien, Spanien oder Frankreich – Du warst überall glücklich, solange wir zusammen unterwegs waren. Dein Fahrradanhänger gehörte einfach dazu. Er war Schlafplatz, Schutz, Transportmittel und manchmal sogar Dein Kinderwagen. Ohne ihn und ohne Dich wäre keine Reise vollständig gewesen.

Du warst freundlich zu jedem, und jeder mochte Dich sofort. Und doch hattest Du ein großes Herz für Deine Freunde – als Dein Kumpel Zeus Ärger mit dem Nachbarshund hatte, hast Du keinen Augenblick gezögert, sondern bist mutig zu ihm geeilt.

Deine Blindheit hat Dich nie definiert. Erst im letzten halben Jahr hast Du manchmal die Orientierung verloren. Dann waren wir für Dich da – so, wie Du all die Jahre für uns da warst.

Wir trösten uns mit dem Gedanken, dass Du nun über die Regenbogenbrücke gegangen bist. Dass Du wieder freilaufen kannst, ohne Einschränkungen, und bei all unseren Freunden bist, die wir viel zu früh gehen lassen mussten.

Doch egal, wo Du jetzt bist – hier fehlst Du. Bei jeder Reise. Bei jedem Schritt. An allen Ecken und Enden. 

stubs 2